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Bergbericht – So wird’s am Wochenende 9. – 11. März

Föhnbedingt steht in den kommenden Tagen ein mildes Bergwochenende ins Haus, das von der Lawinenlage her aber keine schlechte Tourenverhältnisse mit sich bringt.

Lawinensituation

Die Einschätzung der verschiedenen Lawinenlageberichte war am Mittwoch recht unterschiedlich.

Während in Bayern und im Bundesland Salzburg die niedrigste Gefahrenstufe (Eins) ausgegeben wurde und in Vorarlberg und Südtirol eine mäßige Gefahr herrschte, wurde im Westen des Wallis, in der Ostschweiz und am Tiroler Alpenhauptkamm vor einer erheblichen Lawinengefahr gewarnt.

Dort sind mit Südwind eher kleinräumige, aber störanfällige Triebschneeansammlungen entstanden. Da diese mit der Unterlage zumeist nur ungenügend verbunden sind, können sie laut Tiroler Warndienst häufig schon bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden. Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen und Kammlagen aller Richtungen oberhalb etwa 2000 Metern. Anzahl und Größe der Gefahrenstellen nehmen mit der Seehöhe zu.

In den kommenden Tagen kann die Lawinengefahr auch in den, bislang mit mäßig angegeben Gebieten wegen weiteren Triebschnees vor allem in den Hochlagen etwas ansteigen.
(Stand 7.3.2018)

Schneesituation

Nach wie vor liegt auch am Alpenrand ordentlich Schnee, wobei südseitige Hänge (wie zum Beispiel an der Larcherspitze/ Wendelsteingruppe) langsam ausapern. In Schattenlagen, wie zum Beispiel auf der nur 1400 m hohen Wasseralm (Berchtesgadener Alpen) liegt hingegen laut eines Foreneintrags zwei Meter gesetzte Schnee. Gerade die Latschenzone ist weiterhin erfreulich gut eingeschneit.

Von den Schneequalitäten her findet man je nach Wind- und Sonnenexposition alle erdenklichen Sorten vom Wind verpressten Harsch bis zum Sulz. Die größten Chancen auf Pulverschnee hat man in nordseitigen windgschützen Lagen ab etwa 1800 Metern.

Wegen der kommenden, milden Temperaturen wird sich die Schneequalität wohl eher verschlechtern, da die Nächte wohl zu warm für gute Firnverhältnisse sind. Was uns zu den Wetteraussichten bringt

Wochenendwetter

Der Freitag verläuft in den Ostalpen sonnig und mild, am Alpennordrand teils auch wolkig, aber trocken. Am Alpensüdrand drückt im Tagesverlauf hochnebelartige Bewölkung herein. Am Samstag auf ist es auf der Alpensüdseite stark bewölkt, von Westen breitet sich Niederschlag (Schneefallgrenze 1000-1300m) aus. Im Norden mit Föhn sehr windig, mild und vor allem nach Osten zu meist sonnig, im Westen eher wolkig.
In Westalpen bringt der Freitag zunächst auch sonniges, im Norden und Westen bald wolkiges in Summe aber freundliches Wetter. Am Samstag ist es im Westen und Süden trüb und nass (Schneefallgrenze von 1000 m bis 1800 m steigend). Im Norden mit Föhn sehr windig und mild. Im Tagesverlauf können von West nach Ost Schauer einsetzen.

Der Sonntag bringt den französischen Alpen und der Alpensüdseite teils kräftige Niederschläge (bis 50 cm Neuschnee). Im Norden ist es föhnbedingt sehr mild, teils greifen aber auch hier Wolken und Niederschlag über, vor allem im Nordwesten. Am längsten trocken und teils sonnig im Nordosten.
(Stand 7.3.2018)

Fazit

Sowohl vom Wetter als auch von der Lawinenlage her macht es in den kommenden Tagen am meisten Sinn, sich in Richtung Osten zu begeben. Wegen der Föhnlage sollte man besser ein gutes Stück nördlich des Alpenhauptkamms unterwegs sein. Und aufgrund der milden Temperaturen ist zudem ein hoher Ausgangspunkt empfehlenswert.

Von daher müsste unsere Tour der Woche – die Rumpler Runde am Hohen Dachstein – ein gutes Ziel sein, welches man von der 2093 m hohen Bergstation der Krippensteinbahn angeht.